Abschließendes Fazit: Das Zenfone Max einen Monat im Power-Einsatz

Abschließendes Fazit: Das Zenfone Max einen Monat im Power-Einsatz

Asus hat über Mobilegeeks nach 10 Testern für das neue Asus Zenfone Max gesucht. Ich habe mich dafür beworben und war einer der glücklichen Gewinner. Ich bekam also ein Gerät zugeschickt und benutze es seit 4 Wochen als Hauptgerät. Meine gesamten Erfahrungen dazu möchte ich in diesem Artikel ausführlich teilen.

Mit dem Zenfone Max hat Asus das sechste Smartphone zu ihrer Produktpalette hinzugefügt, welches leistungsmäßig im Mittelfeld anzusiedeln ist. Es zeichnet sich vor allem durch sein 5,5 Zoll Display und den unglaublichen 5000 mAh Akku aus. Auf den Akku lag bei diesem Gerät der Hauptfokus, was sich leider durch Abstriche in anderen Bereichen bemerkbar macht. Doch auf diese Einzelheiten möchte ich in den Unterkapiteln im Detail eingehen.

Das Gerät ist bereits auf den Markt in den Farben schwarz und weiß erhältlich. Da die anderen Asus Smartphones deutlich bunter daherkommen, bin ich mir nicht sicher, ob Asus auch noch mehr Farben für das Zenfone Max anbieten wird. Das Handy bekommt ihr aktuell über Amazon für 249€.

Wie ich im Intro erwähnt habe, nutze ich das Zenfone Max seit 4 Wochen als Hauptgerät und möchte meine Eindrücke in diesem ausführlichen Bericht teilen. Ich kann schon einmal vorwegnehmen, dass mein Eindruck ein sehr gemischter ist. In einigen Punkten bin ich wirklich sehr zufrieden und in anderen Punkten muss ich scharfe Kritik üben.

Technische Daten

Display 5,5 Zoll HD (1280×720) Display mit Asus TruVivic-Technologie
Prozessor Qualcomm Snapdragon 410 64-Bit Quad-Core Prozessor
Arbeitsspeicher 2 GB
Internet Speicher 16 GB, durch Micro-SD Karte erweiterbar
Kamera hinten 13 MP Laser-Autofokus Hauptkamera
Kamera vorne 5 MP Weitwinkel Frontkamera
OS Android 5.0 (Update auf Android 6 in Vorbereitung) und Asus ZenUI
Akku 5000 mAh, nicht wechselbar
Konnektivität Wifi 802.11 b/g/n mit Wifi-direkt Unterstützung; Bluetooth V4.0, unterstützt BLE
Netzwerk Dual-SIM, LTE Cat.4
Anschluss Mini-USB
Maße 77.5 x 156 x 10.55 mm
Gewicht 202 g

Design und Verarbeitung

Während meinem Unboxing-Video habe ich überrascht festgestellt, wie groß das Smartphone ist. Deshalb bin ich auch kein großer Fan von technischen Daten. 5,5 Zoll habe ich einfach zur Kenntnis genommen und mir nicht vorstellen können, wie groß das Gerät wirklich in der Hand liegt. Es war zu Beginn wirklich einige Eingewöhnung nötig. Ich bin zwar großen Smartphones grundsätzlich aufgeschlossen, jedoch brauche in teilweise immer noch mehrere Versuche die Statusleiste nach unten zu ziehen, weil ich nicht bis an den oberen Rand des Touchscreens komme. Für mich sind 5,5 Zoll daher einen ticken zu groß. Bei dem Glas handelt es sich um Gorilla Glass 4. Unterhalb des Bildschirms und dessen Glasoberfläche befindet sich noch ein kleiner Streifen geriffeltes Aluminium. Das sieht unter Lichteinfluss schon ganz schick aus, wie das Licht gebrochen wird. Einen Nutzen hat es sonst nicht.

original

Als nächstes ist mir aufgefallen, dass die Rückseite des Zenfone aus Plastik ist. Jedoch ist es der Haptik von Leder nachempfunden und fühlt sich in der Hand in Ordnung an. Das hört sich negativer an, als es gemeint ist. Ich meine damit, dass das Plastik nicht unangenehm auffällt, aber auch nicht der ultimative Handschmeichler ist. Es ist halt ok. Die Abrundungen an der Seite gefallen mir ziemlich gut, denn das Gerät liegt so trotz seiner auffälligen Dicke nicht unangenehm in der Hand.

Umrahmt wird das Handy von einer Alu-Leiste, die schick und hochwertig wirkt und mir gut gefällt. An der rechten Seite befinden sich die Lautstärkewippe und der Power-Button. Diese sind ähnlich wie der Alustreifen unter dem Display geriffelt. Das finde ich zwar grundsätzlich gut, jedoch ist es schade, dass beide Knöpfe dies haben. Wäre es nur beim Power-Button gemacht worden, so könnte man mit dem Finger direkt spüren, dass man Musik nicht lauter machen kann, wenn man das Gerät die ganze Zeit sperrt und entsperrt.

Die Kamera wurde versucht komplett in die Rückseite einzufassen, jedoch steht der äußere Ring ein kleines bisschen hervor. Ansonsten ist die schwarze Edition komplett in schwarz gehalten und wirkt daher angenehm schlicht.

Die Verarbeitung ist wirklich sehr hochwertig. Es gibt keine unterschiedlichen Spaltmaße, nicht knacks oder knarrt und das Glasdisplay ist sehr gut mit dem Alurahmen rundherum und dem Alustreifen verbunden.

Insgesamt kann man also sagen, dass das Gerät vom Aussehen unauffällig und schlicht ist, die Materialen dem Preis entsprechen gewählt wurden und die Plastikrückseite daher ok ist. Das Displayglas, die Aluteile und die Verarbeitung ist jedoch absolut hochwertig und einwandfrei.

Hardware und Performance

Hier kommen wir in meinen Augen zu dem größten Schwachpunkt des Gerätes und es unterstreicht wieder, warum ich kein Fan von technischen Daten bin. Die CPU liest sich mit dem Snapdragon 410 Quadcore Prozessor und der RAM mit 2 GB ganz ordentlich. Leider habe ich relativ häufig festgestellt, dass sich das Handy aufhängt und ein paar Minuten braucht, damit es wieder normal bedient werden kann. Das tritt sowohl beim Öffnen von Apps, als auch mitten in der Bedienung von Apps auf. Ich habe von der ZenUI Oberfläche mit dem Google Launcher das UI gewechselt und seitdem lief das Handy ein bisschen flüssiger. Die Lags haben mich trotzdem häufig zur Weißglut getrieben und es scheint, als wüsste das Gerät, wann ich schnell etwas erledigen möchte und hakt genau in diesen Momenten. Ich finde das sehr schade und an dieser Stelle hätte ich mehr erwartet und auch das wechseln in den High-Performance-Modus hat keine Abhilfe geschaffen.

Der interne Speicher beträgt 16 GB, was durch eine Micro-SD Karte erweitert werden kann. Sehr gut, denn bei mir war der Speicher sehr schnell voll, zumal 5 GB von dem Betriebssystem und 8 GB von meinen Standard-Apps belebt sind. Wichtig bei dem Asus Zenfone Max: Ihr könnt zwei SIM-Karten UND eine Micro-SD Karte gleichzeitig anschließen.

Die Auflösung des Displays mit dem normalen HD (1280x720p) ist nichts Besonderes und mir weder positiv oder negativ aufgefallen. Beachtet man den großen Bildschirm, dann ist der Bildschirm für den Preis gut. Die Akkulaufzeit ist gerade in Anbetracht Displays die große Stärke des Asus Zenfone Max! Auch bei Dauernutzung und im High-Performance-Modus kommt man sicher zwei Tage lang ohne Ladung aus. Bei langen und intensiven Nutzungstagen habe ich bei anderen Handys immer Sorge und vorsichtshalber mehrere Powerbanks mit. Beim Zenfone Max ist das wirklich überflüssig. Bei zwei Messetagen in Hannover und Reisetagen in die Vereinigten Arabischen Emiraten musste ich mir keine Sorgen machen, ob ich entspannt über den Tag komme. Das ist wirklich sehr angenehm! Nimmt man das Handy morgens vom Ladekabel kann man sich absolut sicher sein den Tag versorgt zu sein und abends ordentlich Reserve über zu haben. Im Energiesparmodus kommt man sogar auf 3 Tage Akkulaufzeit.

asus-zenfone-max

Ein sehr interessantes Feature ist das beiliegende Mini-USB auf USB-Kabel, mit dem man das Asus Zenfone Max als Powerbank für andere Geräte nutzen kann. Ich selbst habe das Feature zwar noch nicht gebraucht, aber die Idee finde ich ziemlich cool.

Kamera

Von der Kamera des Asus Zenfone Max bin ich tatsächlich angenehm überrascht. Bei dem Preis des Smartphones habe ich nicht allzu viel erwartet, jedoch kann man ganz gute Fotos schießen. Leider bin ich kein guter Fotograf, woran ich unbedingt arbeiten möchte. Ich habe jedoch einfach mal ein paar Schnappschüsse eingefügt und sie zeigen auch, dass auch bei schwachen Lichtverhältnisse ordentliche Bilder drinnen sind. Die Bilder sind alle komplett unbearbeitet und wirken erst auf meinem 4k Monitor ein wenig pixelig.

Ich finde tatsächlich, dass Bilder bei Dunkelheit besser werden, als bei guten Lichtverhältnissen. Perfektes Fotos sind mit der Kamera nicht drinnen, dafür ist die Auflösung zu gering. Schnappschüsse gehen jedoch sehr gut.

Software und Funktionen

Wie ich oben schon erwähnt habe, arbeite ich mit dem Google Launcher auf dem Smartphone. Das Menü der ZenUI Oberfläche war relativ einfach gehalten und ich vermisse nichts. In der Benachrichtigungsleiste gibt es jedoch ein paar sinnvolle Shortcards, z.B. der Blaulichtfilter. Das bedeutet natürlich gleichzeitig auch, dass dieses Feature auch von dem Smartphone unterstützt wird. Der funktioniert auch gut, wobei ich das kaum einsetzte.

Was ich sehr schätze ist, dass man mit einem Doppeltzippen auf dem Display das Gerät sperren und entsperren kann!

Es werden sehr viele hauseigene, vorinstallierte Apps mitgeliefert. Diese sind teilweise komplett unnütz, teilweise sinnvoll. Unnötig sind MiniMovie, welches mir jedes Mal bei 5 geschossenen Bildern vorschlägt einen Film dort zu erstellen und ZenTalk. Nützlich finde ich jedoch den Auto-Start-Manager und die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten bei den Energieoptionen.

Leider gibt es keinen Fingerprint-Sensor, was in Anbetracht des Preises verschmerzbar ist.

Fazit

Mein abschließendes Fazit zu dem Gerät kann man auf einen Satz reduzieren. Wenn die Performance mitspielt, dann ist es ein solides Smartphone, was für den Preis wirklich sehr gut ist. Den starken Akku habe ich wirklich zu schätzen gelernt. Leider hakt und laggt mit das Zenfone Max ein wenig zu häufig, was die Nutzungsfreude deutlich dämpft. Außerdem habe ich das Gefühlt, dass Benachrichtigungen von Apps, die ich bei gleichen Einstellungen auf anderen Geräten bekommen habe, nun nicht mehr eintreffen. Ich habe tatsächlich für meine Reise nach Abu Dhabi überlegt mein davor genutztes Smartphone zu verwenden und das Zenfone Max als Powerbank einzustecken. Das Smartphone ist eigentlich echt gut, hochwertig verarbeitetet und für den Preis ein absolut fairer Deal. Die beschriebenen Leistungseinschränkungen mindern jedoch deutlich den Nutzungsspaß.

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