Surface (Pro) 3 – der große Vergleich – Teil 5

Surface (Pro) 3 – der große Vergleich – Teil 5

Dass das für ein technisches Produkt erhältliche Zubehör eine sehr entscheidende Bedeutung haben kann, stellt man nicht zuletzt fest, wenn man sich die immense Vielfalt an Zubehör für das Apple iPhone anschaut. Ich möchte mich jedoch in diesem Kapitel nur auf von Microsoft für die Surfaces vorgesehenen Zubehöre eingehen. Das liegt nicht etwa daran, dass ich nur Werbung für Microsoft machen möchte, sondern vielmehr daran, dass mir kein gutes Zubehör von weiteren Herstellern bekannt ist. Weiterhin, und hier schließt sich wieder der Kreis zum Apple Zubehör, ist auch das Zubehör von Zweit- oder Drittherstellern selten von der Qualität so hochwertig, wie das originale Zubehör.

Type Cover

typecover

Das Type Cover ist für mich ein Produkt, das in jedem Fall direkt mit dem Surface gekauft werden sollten. Man hat mit diesem Produkt nicht nur die Möglichkeit sein Surface in einen Laptop mit vollwertiger, physikalischer Tastatur mit Mousepad zu verwandeln, sondern auch einen Displayschutz, der perfekt auf die Größe des Gerätes abgestimmt ist.

Die Type Cover gibt es in fünf verschiedenen Farben, nämlich Schwarz, Blau, Türkis, Rot und Lila. Da das Surface 3 ca. ein Jahr nach dem Surface Pro 3 erschienen ist, wurde in der Zeit selbstverständlich das Type Cover weiterentwickelt. Obwohl das Type Cover des Surface 3 logischerweise von den Abmessungen her kleiner ist, als das Type Cover des Surface Pro 3 sind die einzelnen Tasten von der Größe her identisch geblieben. Ich habe die Tastengröße der Type Cover-Tasten mit der Größe von einer „normalen“ Logitechtastatur verglichen und habe festgestellt, dass es keine wirklichen Unterschiede gibt. Die Tastenabstände sind zwar klein, jedoch mochte ich das Schreiben vom ersten Moment an auf beiden Type Covern und jede Menge Blogartikel und Ausarbeitungen sind auf diesen Tastaturen geschrieben worden. Ich kenne keine bessere Tastatur, in so einer Größe und die auch für das Arbeiten unterwegs ausgelegt ist. Ich bin ziemlich überrascht, was das Surface-Team bei Microsoft hier geleistet hat.

Im Zuge der Weiterentwicklung des Type Covers gibt es nun bei dem Type Cover des Surface 3 einige sinnvolle Änderungen. Zum Beispiel gibt es jetzt direkt zwei Sondertasten, um die Bildschirmhelligkeit herauf und herab zu setzten. Mir vollkommen unverständlich ist, dass die Sondertasten auf den deutschen Surface 3 Quertz-Tastaturen mit englischen Begriffen beschrieben sind, die Sondertasten des Surface Pro 3 Type Covers jedoch auf Deutsch. Ich finde das nicht schlimm, aber ich verstehe nicht, warum so eine Entscheidung getroffen wurde und kann mir gut vorstellen, dass viele Nutzer nicht wissen, dass „PgDn“ (Picture Down) die Bild runter Taste ist. Was jedoch äußerst positiv beim neuen Type Cover ist, ist die Tatsache, dass der Druckpunkt der Tasten ein wenig fester ist, als der Druckpunkt bei den „alten“ Type Covern. Deshalb würde ich im direkten Vergleich das Tippen auf dem neuen Type Cover vorziehen.
Der Vorteil des Type Covers des Surface Pro 3 ist, dass durch den größeren Abmaß das Touch Pad auch deutlich größer gestaltet werden konnte. Dadurch ist es angenehmer dieses Touch Pad zu verwenden, wobei auch dieses bei langem Arbeiten der angenehmen Haptik einer Maus nichts entgegen setzten kann. Beide Touch Pads unterstützen natürlich die in Windows vorhandenen Multitouch-Gesten.

Fazit schnell und einfach: Beide Type Cover wirklich sehr gut, jedoch nach meinem Geschmack ein besseres Schreibgefühlt beim Type Cover des Surface 3, jedoch ist das Touch Pad des Surface Pro 3 Type Covers angenehmer.

Stift

Der Stift ist für mich ein wirkliches Highlight der Surface Gerätefamilie und kein anderer Hardwarehersteller kann dem zurzeit etwas entgegensetzten. Nachdem ich zum Release von Windows 10 die Gelegenheit hatte mit hochrangingen Vertretern aller großen Hersteller zu sprechen, wurde mir erzählt, dass einfach der Markt noch nicht nach solchen Extras, wie einem guten Stift für digitale Notizen verlangt. Dieses Thema hat jedoch hier nichts zu suchen und würde den eh schon großen Rahmen deutlich sprengen. Wichtig ist jedoch, dass der Stift der Surface Familie kein einfacher Eingabestift ist, sondern auf die gleiche Art funktioniert, wie die Stifte bei Zeichentablets. Auch die Funktion der Technologie ist an der Stelle nicht wichtig, jedoch die Tatsache, dass jedes Surface dadurch die Palm Block Technologie unterstützt. Das heißt einfach gesagt, dass das Surface unterscheiden kann, ob eine Eingabe gerade per Hand oder per Stift erfolgt. Wenn der Stift erkannt wird, dann wird jede Eingabe der Hand ignoriert. Daher kann beim Schreiben mit dem Stift in OneNote oder beim Bedienen des Gerätes mit Stift die Hand einfach auf dem Bildschirm abgelegt werden, ohne, dass dies Auswirkungen auf die Eingaben hat. Gerade beim Anfertigen von digitalen Notizen ist dies sehr praktisch und bietet so einen natürlichen Schreibkomfort.

Der Stift hat sich vom Surface Pro 3 zum Surface 3 nicht erkenntlich weiterentwickelt und daher hat Microsoft versucht bei diesem Zubehör eine Neuerung vorzutäuschen. Deshalb gibt es nun seit des Surface 3 die Stifte in neuen Farben, nämlich in. Jeder Stift funktioniert auf dem Surface Pro 3 und Surface 3. Nach meiner Erfahrung funktioniert die Palm Block Technologie allerdings auf dem Surface Pro 3 weitaus besser, als auf dem Surface 3. Dies wird sich jedoch sicherlich über Updates noch weiter verbessern. Jedoch ist das ein weiterer Punkt, warum ich lange Notizen lieber auf dem Surface Pro 3 erstelle.

Beim Kauf eines Surface Pro 3 ist der Surface Stift im Lieferumfang enthalten, beim Surface 3 muss man ihn extra dazu kaufen. Warum das so ist, kann ich leider nicht verstehen, vor allem, da das Surface 3 speziell für den Bildungsbereich beworben wird.

Docking Station

Damit ein Surface zum idealen Arbeitsgerät wird, muss es Zuhause oder im Büro auch den Laptop oder Computer ersetzten können und daher einfach an externe Bildschirme, Maus und Tastatur, Drucker, usw. angeschlossen werden können. Aus diesem Grund gibt es von Microsoft für die Surface Geräte Docking Stations. Ich selbst besitze eine Docking Station für das Surface Pro 3 und bin sehr zufrieden damit. Ich finde es so unglaublich praktisch Zuhause einfach mein Surface Pro 3 in die Docking Station zu stellen und dessen Seitenteile zusammen zu schieben. Schon ist das Surface mit allen möglichen externen Geräten verbunden. Da sich das Surface Pro 3 und das Surface 3 nicht nur in der Größe, sondern auch in ihrem Ladeanschluss unterscheiden, hat jedes der beiden Geräte eine spezielle Docking Station.

Die Docking Station des Surface Pro 3 besitzt die auf dem nachfolgenden Bild angezeigten Anschlüsse.

ds_sp3

Der Anschluss von der Docking Station zum Surface Pro 3 erfolgt über den Ladeanschluss. Ein Tipp: Durch die Bauweise der Docking Station bleiben beim Surface auf der rechten Seite der USB-Port und der MiniDisplay Port frei und sind sogar im angedockten Zustand noch benutzbar! Meiner Meinung nach eine sehr praktische Sache.

Die Docking Station für das Surface 3 hat folgende Anschlüsse.

ds_sf3

Auf dem Bild kann man schon erkennen, dass die Bauform dieser Docking Station abweicht, sie ist nämlich deutlich höher. Das liegt daran, dass die Verbindung zwischen Docking Station und Surface 3 nicht über den Ladeanschluss, also MicroUSB erfolgt, sondern über den USB-Port. Ansonsten arbeiten die Docking Stations identisch.

Noch ein nützlicher Hinweis: Die linke Seite der Docking Stations sind magnetisch, um den Surface Stift daran befestigen zu können. Dann geht er nicht verloren und ist immer in Griffweite. Außerdem kann das Type Cover auch in der Docking Station an dem Gerät angeschlossen bleiben und muss nicht vor den andocken abgenommen werden.

Preis

Ein entscheidendes Argument für oder gegen einen Computer ist selbstverständlich auch der Preis. Hier gibt es natürlich auch innerhalb der beiden Geräte Unterschiede, die von der jeweiligen Ausstattung abhängen. Deshalb nenne ich an der Stelle einfach nur die Preisspannen der Geräte.
Das Surface Pro 3 ist im Microsoft Store ab 849€ bis 2.194€ zu haben. Beim Surface Pro 3 ist der Stift beim Gerät beigelegt, beim Surface 3 leider nicht.
Das Surface 3 kann man im Microsoft Store für 599€ oder 719€ kaufen. Die Preise der LTE-Modelle liegen zurzeit noch nicht vor.
Bei beiden Geräte ist das Type Cover noch nicht im Preis inbegriffen und kann für 149€ dazu bestellt werden. Auch der Preis der Docking Stations ist mit 299€ identisch.
Für Studenten gibt es 10% Rabatt auf alle Surface Artikel.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s