Surface (Pro) 3 – der große Vergleich – Teil 2

Surface (Pro) 3 – der große Vergleich – Teil 2

Der zweiten Teil des großen Vergleiches zwischen Surface Pro 3 und Surface 3 schließt sich direkt an den ersten Teil an und beschäftigt sich mit den letzten äußerlichen Unterschieden. Es geht um die Tasten am Gehäuse, die Multimediaanschlüsse, den berühmten Kickstand, den Lüfter und den Ladeanschluss.

Tasten

Das Surface Pro 3 und Surface 3 besitzen die gleichen physikalischen Tasten an ihrem Gehäuse, jedoch sind sie teilweise unterschiedlich angeordnet. Ich zähle zunächst einfach die an beiden Modellen vorhandenen Tasten auf.

Es gibt eine Taste zum Sperren und Entsperren des Gerätes, eine Lautstärkewippe und die Windows Taste auf dem Display, die nicht physikalisch ist, jedoch beim Betätigen dem User ein Feedback gibt.

Die Windows Taste ist bei beiden Modellen an der gleichen Position angebracht, nämlich mittig am rechten Rand, wenn das Surface mit dem Kickstand hingestellt wird. Wenn man das Surface wie ein normales Tablet hält ist demnach diese Taste mittig am unteren Bildschirmrand. Somit ist diese Taste in jedem Anwendungsfall optimal zu erreichen.

Weiterhin ist bei beiden Modellen die Taste zum Sperren und Entsperren des Gerätes oben links angebracht. Auch hier ist diese Taste bei beiden Geräten sowohl im Tablet- als auch im Laptopmodus gut zu erreichen und man drückt intuitiv an die richtige Position.

Das Einzige, was bei mir zu Verwirrung führt, insbesondere, weil ich das Surface Pro 3 und das Surface 3 besitze ist die Position der Lautstärkewippe. Diese ist beim Surface Pro 3 auf der linken Seite oben angebracht und beim Surface 3 an der oberen Seite rechts von der Taste zum Sperren/Entsperren. Ich bin der Meinung, dass die Lautstärkewippe beim Surface Pro 3 eine bessere Position hat, da ich beim Surface 3 regelmäßig statt lauter zu machen einfach das Gerät sperre. Außerdem ist es so im Laptop Modus viel intuitiver, dass man nach oben für lauter und nach unten für leiser drückt.

Insgesamt unterscheiden sich also die Tastenpositionen nicht fundamental voneinander, jedoch finde ich die Lautstärkewippe beim Surface 3 ein wenig ungeschickt angebracht.

Multimediaanschlüsse

In diesem Kapitel liste ich zunächst die Multimediaanschlüsse beider Geräte hintereinander auf. Die Anschlüsse für das Type Cover werden an dieser Stelle nicht weiter beachtet, da sie nahezu identisch sind.

Das Surface Pro 3 verfügt über einen Mini DisplayPort, einen USB 3.0, einen Klinkenstecker-, einen Lade- und einen MicroSD-Anschluss. An der rechten Seite des Gerätes befindet sich in absteigender Reihenfolge der Mini DisplayPort-Anschluss, danach der USB 3.0- und zu Unters der Ladeanschluss. Auf der linken Seite befindet sich ganz oben der Klinkenanschluss für externe Kopfhörer oder Boxen. Der MicroSD-Kartenslot befindet sich sehr gut versteckt auf der Rückseite des Gerätes unter dem aufklappbaren Kickstand.

Der einzige Unterschied beim Surface 3 ist die Art des Aufladeanschlusses und die Position des Klinkenanschlusses. Dieser liegt nämlich beim Surface 3 auf der rechten Seite des Gerätes ganz unten. Dies macht bei einer Verwendung im Tablet mehr Sinn, da ein Anschluss auf der Unterseite praktischer ist und mehr Flexibilität bietet, als ein Anschluss auf der oberen Seite. Auch bei diesem Punkt sind die Unterschiede zwischen beiden Geräten marginal.

Kickstand

Der Kickstand (auf der deutschen Seite der Surfaces übrigens mit „Klappständer“ furchtbar übersetzt) hat sich beim Surface 3 auch im Vergleich zum Surface Pro 3 geändert. In dieser Hinsicht ist das Surface 3 eine perfekte Weiterentwicklung der Surface RT Reihe. Besaß das Surface 1 nur eine aufklappbare Position und das Surface 2 zwei Stück, so hat das Surface 3 nun 3 feste Positionen, in die der Kickstand aufgeklappt werden kann.

Das Surface Pro 3 hingegen hat einen 150° stufenlos einstellbaren Kickstand, der damit natürlich eine sehr variable Einstellposition des Gerätes ermöglicht.

Diese Flexibilität spricht für den Kickstand des Surface Pro 3. Beim Kickstand des Surface 3 wünsche ich mir sehr häufig eine Position zwischen der Ersten und der Zweiten, wenn ich es zum Arbeiten aufstelle.
Der große Nachteil des variablen Kickstands ist, dass er ein recht großes Spiel hat und ein bisschen so wirkt, als wäre er bereits defekt oder als erreiche er diesen Zustand schnell. Auch viele weitere Surface Pro 3 Nutzer sind mit dem Kickstand nicht vollständig zufrieden und kritisieren das große Spiel. Hier wirkt der Kickstand des Surface 3 wesentlich fester und sicherer.
Ich hoffe, dass es beim Surface Pro 4 einen sichereren variablen Kickstand gibt, der somit beide Vorteile vereint.

Lüfter

Das Surface Pro 3 besitzt eine aktive Lüftung, um den Prozessor vor Hitzebeschädigung zu schützen. Dafür dienen auch die Lüftungsschlitze an der oberen Seite des Gerätes.
Das Surface 3 hingegen schafft es durch einen anderen Prozessor auf eine aktive Lüftung zu verzichten, da dieser Prozessor nicht so viel Wärme erzeugt, wie der Prozessor beim Surface Pro 3.

Grundsätzlich wäre es mir egal, ob ein Gerät einen Lüfter hat oder nicht, wenn der Lüfter beim Surface Pro 3 nicht immer anspringen würde, wenn man augenscheinlich kaum Leistung vom Gerät fordert. Da ein spezieller Lüfter für das Surface entwickelt wurde, ist das Lüftergeräusch auch nicht mit anderen Computern vergleichbar, sondern es klingt eher wie ein Staubsauger. Teilweise kann der Lüfter auch schon mal sehr laut werden, was dann natürlich stört. Wenn man beim Anspringen des Lüfters mal an der Rückseite des Geräts fühlt, dann merkt man, dass das Surface Pro 3 sehr warm wird. Über diese Thematik kann sehr viel im Internet nachgelesen werden, da zahlreiche Nutzer darüber klagen und ich hoffe, dass beim Surface Pro 4 dieses Problem minimiert werden konnte. Dieser Abschnitt liest sich extremer, als es sich in der Praxis wirklich verhält, aber es fällt schon auf, dass der Lüfter ab und zu auf volle Leistung geht und das Surface Pro 3 recht warm wird.

Da das Surface 3 keinen Lüfter hat, kann man sich dabei natürlich auch nicht über ein Geräusch des Lüfters beklagen und zudem wird das Gerät auch nicht so warm, wie das Surface Pro 3. Das finde ich wirklich sehr angenehm und an dieser Stelle gibt es keinen Ansatz zur Kritik.

Ladeanschluss

Der Ladeanschluss des Surface 3 ist eine Micro USB-Anschluss. Nach meiner Kenntnis ist das Surface 3 damit der erste Computer, bei dem dieser Anschluss zum Laden verwendet wird. Der Vorteil liegt ganz klar auf der Hand: Durch diesen genormten und sehr verbreiteten Stecker ist die Chance sehr hoch das Surface auch zu laden, wenn man sein Ladekabel vergessen hat und ein Kollege, Kommilitone oder Freund mit einem Handyladekabel aushelfen kann. Doch auch der Nachteil daran scheint ebenso klar: Das Laden mit einem Handykabel dauert eine gefühlte Ewigkeit, außerdem habe ich immer ein bisschen Angst um mein Gerät, wenn ich ein nicht vom Verkäufer vorgesehenes Ladekabel mit eventuell unterschiedlichen Ladespannungen und –strömen verwenden muss. Weiterhin kann das Ladekabel nur in eine Richtung an das Surface 3 angeschlossen werden.

Das alles ist bei dem Ladeanschluss und –kabel des Surface Pro 3 anders. Das Ladekabel ist eher ein langer, schmaler Streifen und außerdem magnetisch, sodass er sich praktisch von alleine in die Ladebuchse des Gerätes zieht. Angeschlossen werden kann er in beide Richtungen und er lädt das Gerät deutlich schneller, als das Ladekabel des Surface 3. Hier kommt man ungefähr auf eine Ladezeit von 2 ½ Stunden, während das Laden des Surface 3 mit dem offiziellen Ladekabel bei ca. 4 Stunden liegt. Durch den magnetischen Anschluss löst sich der Stecker auch automatisch, wenn man beispielsweise am Kabel hängen bleibt und zieht nicht den Computer mit vom Tisch. Außerdem hat das Ladekabel des Surface Pro 3 ein so geniales Feature, dass ich mich wundere, dass es nicht schon lange kopiert wurde. Es gibt nämlich einen weiteren USB-Port an dem Netzteil des Ladekabels, der beim Aufladen somit auch noch genutzt werden kann. Eine klasse Idee und funktioniert, sowohl zum Laden von weiteren Geräten (Handys, etc.), als auch zum Datenaustausch mit Sticks oder Festplatten.

ladeanschluss

Somit finde ich aufgrund der Ladegeschwindigkeit und der Flexibilität das Ladekabel und den Ladeanschluss des Surface Pro 3 deutlich besser. Beide Kabel haben übrigens eine LED, die anzeigt, dass das Gerät geladen wird, aber keine zweite LED, die einen vollen Akkuzustand anzeigen würde. Das finde ich etwas schade.

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