Daher kommt die Entwicklung des BYOD Gedanken

Daher kommt die Entwicklung des BYOD Gedanken

Ich hatte vor einiger Zeit in einem Artikel schon einmal erwähnt, dass ich den BYOD Gedanken interessant und spannend finde. In den letzten beiden Tage war ich bei Microsoft in Köln auf einer Konferenz für Office 365 und es ging in einigen Vorträgen auch ein bisschen um dieses Thema. Da der Trend zur Zeit immer mehr in diese Richtung geht habe ich mir Gedanken gemacht, warum BYOD immer mehr Einzug erhält

BYOD ist die Kurzform von Bring Your Own Device und bedeutet, dass private Endgeräte wie Laptops, Tablets und Smartphones mit in Netzwerke von Unternehmen, Schulen oder andere Bildungseinrichtungen gebracht werden. Vor allem in Unternehmen meint man mit diesem Begriff die Verwendung privater elektronischer Geräte zu dienstlichen Zwecken. Auch die damit verbundenen Organisationsrichtlinien, Zugriff auf Netzwerke und Regelungen zur Verarbeitung und Speicherung unternehmensinterner Daten werden mit diesem Begriff bezeichnet.

Das erste mal wurde dieser Begriff 2009 von Intel als Bezeichnung für die Tatsache verwendet, dass immer mehr Mitarbeiter private Devices mit zur Arbeit brachten und in das Firmennetzwerk einbanden. Wirklich bekannt wurde BYOD aber erst 2011 als die IT Provider Unisys und Citrix Systems zusätzlich davon berichteten. Darauf hin wurde BYOD als ein weiterer Teil der Entwicklung hin zur Vermischung zwischen Berufs- und Privatleben festgelegt („consumer enterprise“).

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Ich verfolge dieses Thema und die Entwicklung sehr interessiert und möchte in diesem Rahmen weiter davon berichten. Zunächst möchte ich quasi als Einleitung meine Gedanken teilen, warum dieser Trend überhaupt entstanden ist. Warum bringen Leute immer öfter ihre privaten Geräte mit zur Arbeit?

Ein Umfrage von Sophos ergab, dass jede Person in Deutschland durchschnittlich 3,1 mobile Geräte besitzt. Mobile Geräte werden einfach privater Standard, deshalb ist es logisch, dass solche Geräte auch mit zur Arbeit gebracht werden. Jeder möchte über sein Handy jederzeit erreichbar sein, auch auf der Arbeit. Dann nimmt man es einfach mit an seinen Arbeitsplatz und verbindet es mit dem WLAN der Firma.

Weil jeder so viele Geräte schon besitzt ist es auch verständlich, dass man nicht von der Arbeit aus nochmal so viele Geräte gestellt bekommen möchte und dementsprechend mit zwei Laptops und zwei Handys arbeiten muss. Dann lieber mit dem eigenen, was man außerdem schon viel intensiver kennt und sich schon an die Arbeit mit diesem gewöhnt hat.

Außerdem ist die nachkommende Generation an Arbeitnehmern mit mobilen Geräten aller Art aufgewachsen. Dadurch haben sie schon einige Kompetenzen und wissen, was es alles auf dem Markt gibt. Sie bekommen nicht einfach einen Computer auf der Arbeit zur Verfügung gestellt mit dem bedingungslos gearbeitet wird. Sie kennen bessere Alternativen, besitzen sie eventuell schon und wollen sich dementsprechend nicht mit dem Vorgegebenen zufrieden geben.
Hinzu kommt, dass die Dienstgeräte vielleicht nicht mehr aktuell sind, sie sind veraltet und damit möchte man sich als Arbeitnehmer natürlich nicht zufrieden geben. Der eigene Computer ist letztes Jahr erst gekauft worden, dann arbeite ich doch einfach mit dem.

Ein weiterer Punkt ist, dass wir in einer immer freieren Welt leben. Da möchte ich auch mit den Produkten meiner Wahl arbeiten können und mir diese nicht vom Arbeitgeber aufzwingen lassen. Hier ist der Begriff CYOD (=Choose Your Own Device) schon wesentlich verbreiteter. Darunter versteht man, dass sich Angestellte eins von mehreren vorgegebenen Geräten aussuchen dürfen, um damit zu arbeiten. Ein solches Vorgehen ist gängigere Praxis in Unternehmen, um den Bedürfnissen der Angestellten gerecht zu werden.

Zuletzt ist festzustellen, dass immer mehr Effizienz von Angestellten gefordert wird. Die Herausforderung besteht darin in immer kürzerer Zeit immer mehr Ergebnisse zu liefern. Da bleibt keine Zeit sich zuerst mit einem neuen Arbeitsgerät vertraut zu machen und es kennen zu lernen. Man hat keine Zeit sich an das neue Gerät zu gewöhnen, aber das eigene Gerät kennt man sehr gut. Es bietet sich an das private Gerät zu nutzen, um Zeit zu sparen.

Die Entwicklung, dass Angestellte dienstliche Geräte für private Zwecke verwendet haben geht meiner Meinung nach zurück und dafür werden vermehrt private Geräte für dienstliche Zwecke verwendet.

Gerade für Studenten ist diese Entwicklung sehr interessant, da viele mobile Devices für das Studium angeschafft wurden. Wenn man danach oder wie ich im Praxissemester in einem Unternehmen tätig ist, dann möchte man seine eigenen Geräte doch nicht ungenutzt lassen und weiter wie gewohnt mit ihnen arbeiten.

Dies sind in meinen Augen die Gründe, warum der Trend BYOD immer größer wird. In weiteren Artikeln werde ich die Vor- und Nachteile für Arbeitgeber und -nehmer beleuchten und die Herausforderungen, die dieser Trend mit sich bringt. Teilt mir gerne Eure Meinung zu dem ganzen Thema mit. Erlebt Ihr den Trend mit? Würdet Ihr gerne Euer Gerät dienstlich nutzen? Gibt es für Euch andere Gründe für BYOD? Ich freue mich auf Kommentare!

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